EnBAG Pilotprojekt - Dynamische Stromtarife

Machen Sie mit und gehören Sie zu den Pionierinnen und Pionieren der Schweizer Energiezukunft! EnBAG untersucht in Zusammenarbeit mit der Stadtwerkeallianz Swisspower die Chancen dynamischer Tarife. Ihre Teilnahme liefert wertvolle Erkenntnisse und dabei haben Sie gleichzeitig die Möglichkeit, Kosten zu sparen.

Warum lohnt sich die Teilnahme am Pilotprojekt für dynamische Tarife?

Profitieren Sie von Ihrer Teilnahme

Sie haben die Möglichkeit, Kosten zu sparen! Nach Abschluss des Pilotprojekts wird Ihnen von der EnBAG die Differenz zwischen der tatsächlichen Abrechnung und der Abrechnung, die auf Grundlage Ihres optimierten Verhaltens in Bezug auf die dynamischen Tarife berechnet wurde, gutgeschrieben, sofern diese Differenz zu Ihren Gunsten ausfällt. Eine Teilnahme am Pilotprojekt leistet zudem einen wichtigen Beitrag zur Forschung und Innovation im Schweizer Energiesystem.

Minimaler Aufwand

Der Aufwand für Sie ist minimal: Füllen Sie einfach eine kurze Online-Umfrage zu Beginn und am Ende des Pilotprojekts aus. Ihr Energie Management System (EMS) wird automatisch an das Preissignal angebunden. Sie müssen lediglich in der App Ihres HEMS-Anbieters die Geräteoptimierung auf "tarifoptimiert" einstellen. Je nach HEMS wird Ihnen eine Anleitung für die Umstellung auf dynamische Tarife zur Verfügung gestellt.

Jetzt mitmachen

Möchten Sie zu den Pionier:innen der Schweizer Energiezukunft gehören? Dann nehmen Sie am EnBAG-Pilotprojekt zu dynamischen Stromtarifen teil. Füllen Sie das Kontaktformular aus – die Online-Umfrage erhalten Sie anschliessend per E-Mail.

Hinweis: Nach dem Absenden dieses Kontaktformulars erhalten Sie per E-Mail einen Link zur Online-Umfrage. Die Teilnahme am Pilotprojekt wird erst nach dem Ausfüllen der Online-Umfrage bestätigt.

FAQ - Fragen und Antworten

Der Strompreis in der Schweiz setzt sich zusammen aus dem Energietarif, welcher für die gelieferte elektrische Energie bezahlt wird und dem Netznutzungstarif, der die Kosten für den Transport des Stroms vom Kraftwerk zu den Verbraucher:innen abdeckt. Hinzu kommen noch einige kleinere Komponenten, zum Beispiel Abgaben an das Gemeinwesen oder der Netzzuschlag. Der Strompreis wird den Verbraucher:innen in Rappen pro kWh verrechnet. Heutzutage wird dazu je nach Stromversorger und -produkt entweder ein konstanter Einheitstarif oder ein bedingt variabler Time-of-Use (ToU) Tarif verwendet, welcher zwischen einem Hoch- und einem Niedertarif unterscheidet.

Dynamische Tarife sind flexible Tarifstrukturen, welche sich in kürzeren Intervallen (z.B. alle 15 Minuten) an die aktuellen Gegebenheiten im Energiesystem anpassen. Zur Festlegung des Stromtarifs orientieren sie sich an Faktoren wie der aktuellen Verfügbarkeit von Strom im System (dynamische Energietarife) oder der Auslastung des Stromnetzes (dynamische Netztarife). Ziel solcher Tarife ist es, Stromverbrauch und -erzeugung besser aufeinander abzustimmen und das Stromnetz zu entlasten.

Die fortschreitende Dekarbonisierung des Energiesystems führt zu einer steigenden Stromnachfrage, beispielsweise durch den vermehrten Einsatz von Elektroautos und Wärmepumpen. Zudem führt der rasche Ausbau von kleinen Photovoltaikanlagen zu einer zunehmend dezentralen und variablen Stromerzeugung. Diese Entwicklungen stellen das Stromnetz vor grosse Herausforderungen, da sowohl die Menge als auch die Variabilität der Stromflüsse zunehmen. Insbesondere in Zeiten hoher Netzauslastung, den sogenannten Lastspitzen, steigt das Risiko von Netzengpässen. Um einen kostspieligen Netzausbau zu vermeiden, sollen die vorhandenen Netzkapazitäten effizienter genutzt werden. Dynamische Netztarife bieten den Konsumenten einen Anreiz, Strom in Zeiten geringer Netzauslastung zu beziehen. Die hiermit erreichte Glättung des Stromkonsums führt zu tieferen Lastspitzen, womit der notwendige Netzausbau minimiert werden kann.

Das Pilotprojekt untersucht die konkreten Auswirkungen der Einführung dynamischer Netztarife im Gebiet der EnBAG. Dazu wird analysiert, wie der Energieverbrauch von Endkund:innen auf eine dynamische Tarifgestaltung reagiert und welche Kosteneinsparungen und Stromnetzentlastungen hierdurch erreicht werden können.

Auf Basis der prognostizierten Netzlast wird täglich ein dynamischer Netztarif für den Folgetag entwickelt. Dieser Tarif wird über eine API-Schnittstelle im Internet veröffentlicht, und direkt vom Energie Management System (EMS) der Konsument:innen abgerufen. Das EMS steuert den Energieverbrauch des Gebäudes wie bisher, unter Berücksichtigung der dynamischen Tarife.

Das Pilotprojekt zum Testen der Tarifsignale läuft voraussichtlich von März 2026 bis circa März 2027.

Als Testkund:in müssen Sie Ihr Verhalten nicht anpassen und verlieren keinen Komfort. Die Berücksichtigung der dynamischen Tarife erfolgt automatisch im Energie Management System (EMS), welches den Betrieb nicht benötigter Geräte, wie das Laden des Elektroautos oder den Betrieb der Wärmepumpe oder des Boilers, in Zeiten niedrigerer Tarife verschiebt. Dabei werden jederzeit auf die Wahrung des Komforts sowie die von Ihnen definierten Nutzerpräferenzen Rücksicht genommen. Ihr manueller Stromverbrauch wird zu keiner Zeit eingeschränkt.

Nach Abschluss des Pilotprojekts wird Ihnen von der EnBAG die Differenz zwischen der tatsächlichen Abrechnung und der Abrechnung, die auf Grundlage Ihres optimierten Verhaltens in Bezug auf die dynamischen Tarife berechnet wurde, gutgeschrieben, sofern diese Differenz zu Ihren Gunsten ausfällt. Um bestmöglich von den dynamischen Tarifen zu profitieren, sollten alle grossen Verbraucher (Wärmepumpe Elektroauto, Batterie) an Ihr HEMS angeschlossen sein und von diesem tarifoptimiert gesteuert werden.

Eine Teilnahme am Pilotprojekt leistet zudem einen wichtigen Beitrag zur Forschung und Innovation im Schweizer Energiesystem.

Die Auswertung des Verbrauchs erfolgt über die Zählerdaten des Elektrizitätswerks, welche bereits heute für die Energieabrechnung verwendet werden. Mit der Teilnahme am Projekt stimmen Sie zu, dass Swisspower pseudonymisierte Lastgangdaten für die korrekte Funktionsweise der Preissignal-Übertragung unter der Einhaltung sämtlicher Datenschutzbestimmungen übermittelt werden dürfen.

Zu Beginn und am Ende des Pilotprojekts füllen Sie eine Onlineumfrage aus. Die Fragebögen enthalten neben Fragen zur Gebäude- und Wohnsituation einen Teil zu Ihrem Verbrauchsverhalten, Ihrer Einstellung bezüglich Energiesparen/Energieeffizienz und Ihrer Persönlichkeit, sowie zu Ihrer Zufriedenheit mit der automatischen Laststeuerung im Rahmen des Projekts. Ihre Angaben zur Umfrage werden mit den Lastgangsdaten gekoppelt und pseudonymisiert ausgewertet.

Weitere Informationen zum Umgang mit Daten finden Sie in der Datenschutzerklärung.


Die Registrierung für das EnBAG-Pilotprojekt erfolgt in zwei Schritten:

  • Anmeldung über das Kontaktformular
    Melden Sie sich zuerst über das Kontaktformular auf der Website an.
  • Ausfüllen der Onlineumfrage
    Nach der Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigungs-E-Mail mit einem Link zur kurzen Onlineumfrage.

Erst nach dem erfolgreichen Absenden der Umfrage ist Ihre Teilnahme am Pilotprojekt definitiv bestätigt.

Es muss ein Smart Meter, welcher bereits flächendeckend bei EnBAG im Einsatz ist, installiert sein. Ein Energie Management System (EMS), welches die Integration dynamischer Tarife ermöglicht und automatisiert Lasten verschiebt, wird empfohlen.

Ein Energie Management System (EMS) ist eine Kombination aus Hard- und Software, die den Energieverbrauch in Haushalten oder Unternehmen überwacht, analysiert und optimiert. Es ermöglicht, Energieflüsse effizient zu steuern, um Kosten zu senken.

Während des Projekts werden verschiedene Tarifmodelle getestet. Dabei gibt es auch Kontrollgruppen mit statischen Tarifen. Die Tarife rotieren – es ist also möglich, dass Ihnen zeitweise ein statischer Tarif übermittelt wird. Für diese Umstellungen müssen Sie nichts unternehmen, sie erfolgen im Hintergrund automatisch.